Vergebung (oder Milde) ist eine der 24 Charakterstärken, die Christopher Peterson und Martin Seligman beschrieben haben, innerhalb der Tugend der Mäßigung. Der Psychologe Michael McCullough, einer der führenden Forscher zu diesem Thema, beschreibt sie als eine Veränderung der Motivation gegenüber der Person, die dir geschadet hat: weniger Wunsch, sie zu meiden oder ihr den Schaden zurückzugeben, und mehr Bereitschaft zum Wohlwollen.
- Niedrig: Es fällt dir schwer, Groll loszulassen, auch wenn Zeit vergangen ist.
- Mittel: Es gelingt dir manchmal, je nach Situation.
- Hoch: Du lässt Erlittenes meist ohne allzu große Mühe hinter dir.
15 Aussagen, etwa 3-4 Minuten. Denke an dein übliches Muster gegenüber erlittenem Unrecht, nicht an eine besonders aktuelle oder schwerwiegende Kränkung.
Alle möglichen Ergebnisse
Niedrige Vergebung
Es fällt dir schwer, Groll loszulassen und Erlittenes hinter dir zu lassen, auch wenn eine angemessene Zeit seit dem Vorfall vergangen ist.
Mehr über Niedrige Vergebung lesen
„Vergeben bedeutet laut Michael McCullough weder Vergessen noch das Rechtfertigen des Geschehenen: Es ist eine Veränderung der Motivation gegenüber der Person, die dir wehgetan hat, mit weniger Wunsch, sie zu meiden oder es ihr heimzuzahlen.“
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten legen nahe, dass du die emotionale Intensität eines erlittenen Schadens meist über eine längere Zeit aufrechterhältst und dir schwerfällt, den Groll loszulassen, selbst wenn die andere Person ihren Fehler einsieht und sich entschuldigt.
Wie sich das im Alltag zeigt
- Du gehst gedanklich durch, was man dir angetan hat, selbst lange nachdem es geschehen ist.
- Es fällt dir schwer, eine gute Beziehung zu jemandem nach einer Kränkung aufrechtzuerhalten, auch wenn er sich entschuldigt hat.
- Du brauchst im Allgemeinen mehr als eine Entschuldigung, um es hinter dir lassen zu können.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von Vergebung als Charakterstärke innerhalb der Klassifikation von Peterson und Seligman (2004) und der Forschung von Michael McCullough (2000) zur Vergebung: Es ist keine Diagnose und ersetzt nicht die Orientierung durch eine qualifizierte Fachperson.
Mittlere Vergebung
Es gelingt dir in manchen Situationen zu verzeihen, aber es hängt stark von der Schwere des Schadens und deiner Beziehung zur Person ab.
Mehr über Mittlere Vergebung lesen
„Vergebung ist kein Alles-oder-nichts-Merkmal: Die meisten Menschen vergeben bestimmte Kränkungen oder bestimmten Personen leichter, andere schwerer.“
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten zeigen ein mittleres Muster: Kleinere Kränkungen lässt du meist recht leicht hinter dir, aber es fällt dir schwerer, wenn der Schaden erheblich war oder die Person ihren Anteil nicht klar eingestanden hat.
Wie sich das im Alltag zeigt
- Du lässt die meisten kleinen Konflikte auf sich beruhen, ohne groß darüber nachzudenken.
- Es fällt dir etwas schwerer, den Groll loszulassen, wenn der Schaden bedeutend oder wiederholt war.
- Du gibst meist zweite Chancen, wenn auch nicht immer mit derselben Leichtigkeit.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von Vergebung als Charakterstärke innerhalb der Klassifikation von Peterson und Seligman (2004) und der Forschung von Michael McCullough (2000) zur Vergebung: Es ist keine Diagnose und ersetzt nicht die Orientierung durch eine qualifizierte Fachperson.
Hohe Vergebung
Du lässt Erlittenes meist ohne allzu große Mühe hinter dir, selbst wenn es bedeutend war.
Mehr über Hohe Vergebung lesen
„Leicht zu vergeben bedeutet nicht, dem Schaden weniger Bedeutung beizumessen: Es bedeutet, dass dieser Schaden aufhört, die Macht zu haben, lange danach noch zu bestimmen, wie du dich fühlst oder handelst.“
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten zeigen eine ausgeprägte Fähigkeit, Groll loszulassen und weiterzugehen, selbst bei Kränkungen, die dich wirklich verletzt haben. Du verstehst meist den Kontext der Person, die dir wehgetan hat, und brauchst nicht, dass sie dafür „büßt“, um es hinter dir lassen zu können.
Wie sich das im Alltag zeigt
- Wenn eine angemessene Zeit vergangen ist, spürst du nicht mehr dieselbe emotionale Intensität wegen des Geschehenen.
- Du kannst nach einer Kränkung eine gute Beziehung zu jemandem aufrechterhalten, wenn er seinen Fehler einsieht.
- Du benutzt selten, was dir jemand in der Vergangenheit angetan hat, als Argument in einem späteren Streit.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von Vergebung als Charakterstärke innerhalb der Klassifikation von Peterson und Seligman (2004) und der Forschung von Michael McCullough (2000) zur Vergebung: Es ist keine Diagnose und ersetzt nicht die Orientierung durch eine qualifizierte Fachperson. Leicht zu vergeben bedeutet auch nicht, dass du einen sich wiederholenden Schaden tolerieren solltest: Das sind unterschiedliche Fragen.
Häufig gestellte Fragen
Bedeutet Vergeben, dass das, was passiert ist, in Ordnung war?
Nein. Laut McCullough ist Vergebung eine Veränderung deiner eigenen Motivationen gegenüber der Person, die dir wehgetan hat, keine Bestätigung, dass der Schaden gerechtfertigt war, und auch keine Verpflichtung, mit dieser Person weiter Kontakt zu haben.
Sind Vergebung und Versöhnung dasselbe?
Nicht unbedingt. Man kann vergeben (aufhören, dieselbe Feindseligkeit zu empfinden), ohne sich zu versöhnen (die Beziehung wiederaufzunehmen), besonders wenn der Schaden schwerwiegend war oder sich wiederholt.
Ist eine niedrige Punktzahl bei Vergebung schlecht?
Es ist kein moralisches Urteil. Verschiedene Menschen und Kulturen bewerten Vergebung unterschiedlich, und in manchen Kontexten (wiederholter Schaden, fehlende Einsicht) kann es gesünder sein, eine Grenze zu setzen, als schnell zu verzeihen.
Ist dieser Test zuverlässig?
Es handelt sich um eine orientierende, populärwissenschaftliche Annäherung, kein validiertes klinisches Instrument wie der VIA-IS von Peterson und Seligman. Für eine tiefere Analyse ist dieser akademische Fragebogen oder die Begleitung durch eine Fachperson empfehlenswert.
Wie lange dauert der Test?
Zwischen 3 und 4 Minuten: 15 Aussagen mit jeweils fünf Antwortmöglichkeiten.
Ist der Test kostenlos?
Ja, er ist komplett kostenlos: du musst dich weder registrieren noch bezahlen, um den Test zu machen und dein Ergebnis zu sehen.