Scott und Bruce (1995) beschrieben fünf Entscheidungsstile. Die meisten Menschen kombinieren mehrere, je nach Situation.
- Rational: systematische Analyse.
- Intuitiv: Vertrauen auf das Bauchgefühl.
- Abhängig: braucht externe Unterstützung.
- Vermeidend: verschiebt die Entscheidung.
- Spontan: entscheidet schnell und passt danach an.
20 Aussagen, etwa 4 Minuten, um zu sehen, welcher Stil bei dir überwiegt.
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Rationaler Entscheider
Du analysierst die verfügbaren Informationen und wägst Optionen ab, bevor du entscheidest: Logik und Ordnung leiten deine Entscheidungen mehr als Intuition oder Dringlichkeit.
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“Der rationale Entscheider entscheidet nicht schnell: Er entscheidet sicher, nachdem er die vorliegenden Optionen verglichen hat.”
Was dahintersteckt
Es ist einer der fünf Stile, die Scott und Bruce (1995) in ihrem Modell der Entscheidungsstile beschrieben haben: systematische Informationssuche, logischer Vergleich von Alternativen und eine klare Schrittfolge, bevor man sich auf eine Option festlegt.
Wie es sich zeigt
- Du sammelst Daten, bevor du entscheidest, sogar bei Entscheidungen, die andere sofort treffen würden.
- Du machst Pro-und-Contra-Listen, gedanklich oder schriftlich.
- Du leistest mehr, wenn du Zeit zum Nachdenken hast, als unter Druck sofort entscheiden zu müssen.
- Es fällt dir schwer, dich auf eine Option festzulegen, wenn du das Gefühl hast, dass Informationen fehlen.
Deine Herausforderung
Dieser Stil kann sich übermäßig in die Länge ziehen, wenn die Informationen nie ganz vollständig sind (was fast immer der Fall ist): Irgendwann bringt weiteres Analysieren nichts mehr und verzögert nur die Entscheidung.
Was helfen kann
Sich ein vernünftiges Zeit- oder Informationslimit für die Entscheidung zu setzen, ist eine Strategie, die Kahneman (2011) vorschlägt, um zu verhindern, dass die Analyse selbst zu einer Form des Aufschiebens wird.
Intuitiver Entscheider
Du vertraust deinem Instinkt und entscheidest schnell aufgrund eines Gesamteindrucks, mehr als aufgrund einer erschöpfenden Schritt-für-Schritt-Analyse.
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“Der intuitive Entscheider entscheidet nicht gedankenlos: Er entscheidet mit einer schnelleren, weniger bewussten Art des Denkens als die Schritt-für-Schritt-Analyse.”
Was dahintersteckt
Es ist ein weiterer der fünf Stile von Scott und Bruce (1995): Vertrauen auf Bauchgefühl, Empfindungen und eine globale Einschätzung der Situation. Der Psychologe Daniel Kahneman nannte diese Denkweise «System 1»: schnell, automatisch und auf angesammelter Erfahrung beruhend, im Gegensatz zum langsameren, überlegteren «System 2».
Wie es sich zeigt
- Du entscheidest schnell, ohne alle Informationen zu brauchen, um dich sicher zu fühlen.
- Du weißt, wofür du dich entscheiden wirst, bevor du es bewusst zu Ende bewertet hast.
- Du vertraust darauf, dass eine Entscheidung, die sich «richtig anfühlt», wahrscheinlich richtig ist.
- Du bist in Kontexten stark, die du kennst, wo dein Instinkt gut trainiert ist.
Deine Herausforderung
Kahneman selbst weist darauf hin, dass System 1 zwar schnell, aber auch anfällig für Verzerrungen ist, besonders in neuen oder sehr unbekannten Situationen.
Was helfen kann
Eine ruhigere Analyse für die gewichtigeren Entscheidungen aufzuheben, ohne bei den übrigen auf die Intuition zu verzichten, ist ein Gleichgewicht, das Kahneman (2011) für nützlich hält.
Abhängiger Entscheider
Du fühlst dich sicherer, wenn du mit der Unterstützung oder dem Rat anderer entscheidest, als völlig allein vor der Entscheidung zu stehen.
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“Der abhängige Entscheider ist nicht unentschlossen: Er braucht den Kontrast einer anderen Perspektive, bevor er seiner eigenen vollständig vertraut.”
Was dahintersteckt
Scott und Bruce (1995) beschreiben diesen Stil als eine aktive Suche nach Orientierung und sozialer Unterstützung vor einer Entscheidung: Es geht nicht darum, die Entscheidung ganz abzugeben, sondern externe Bestätigung zu brauchen, um sich damit sicher zu fühlen.
Wie es sich zeigt
- Du fragst eine Vertrauensperson, sogar bei Entscheidungen, die du allein lösen könntest.
- Du fühlst dich ruhiger, wenn jemand mit Erfahrung deine Wahl unterstützt.
- Du achtest sehr auf die Meinungen deines Umfelds, bevor du entscheidest.
- Völlig allein zu entscheiden, erzeugt bei dir mehr Unsicherheit als die Entscheidung selbst.
Deine Herausforderung
Zu starke Abhängigkeit von externer Unterstützung kann dein eigenes Urteilsvermögen mit der Zeit verwässern, besonders wenn die Meinungen, die du erhältst, sich widersprechen.
Was helfen kann
Zuerst die eigene Haltung zu bilden und den Rat anderer zum Abgleich zu nutzen, nicht als Ersatz, ist eine Nuance, die Scott und Bruce (1995) als hilfreich für das Gleichgewicht ansehen.
Vermeidender Entscheider
Die Entscheidung aufzuschieben ist praktisch deine Art zu entscheiden: Es fällt dir schwer, dich auf eine Option festzulegen, solange du noch offen für andere sein kannst.
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“Der vermeidende Entscheider wählt nicht zwischen den Optionen: Er versucht, solange er kann, nicht wählen zu müssen.”
Was dahintersteckt
Es ist der Stil, den Scott und Bruce (1995) mit einem aktiven Versuch verbinden, den Moment des Entscheidens hinauszuzögern oder zu umgehen, oft aus Unbehagen gegenüber der Verpflichtung, die es bedeutet, eine Option zu schließen und den Rest zu verwerfen.
Wie es sich zeigt
- Du verzögerst wichtige Entscheidungen, so lange du kannst.
- Du lässt lieber die Situation sich von selbst lösen, statt einzugreifen.
- Du vermeidest es, eine Option zu schließen, solange noch offene Alternativen bestehen.
- Endgültig zu entscheiden, erzeugt bei dir mehr Spannung als die Unentschlossenheit selbst.
Deine Herausforderung
Nicht zu entscheiden ist auch eine Entscheidung – mit eigenen Konsequenzen –, und sie fällt meist schlechter aus, wenn die Zeit sie für dich trifft, statt dass du sie bewusst triffst.
Was helfen kann
Sich eine konkrete Frist für die Entscheidung zu setzen, auch wenn sie willkürlich ist, ist eine Strategie, die Steel (2007) vorschlägt, um den Spielraum für endloses Aufschieben zu verringern.
Spontaner Entscheider
Du entscheidest im Moment, fast impulsiv, und fühlst dich wohl damit, den Kurs unterwegs anzupassen, statt alles im Voraus zu planen.
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“Der spontane Entscheider entscheidet nicht kriterienlos: Er entscheidet schnell und korrigiert lieber später, statt vorher zu planen.”
Was dahintersteckt
Es ist der fünfte Stil von Scott und Bruce (1995): ein Gefühl von Dringlichkeit und Unmittelbarkeit beim Entscheiden, mit der Präferenz, den Entscheidungsprozess so schnell wie möglich abzuschließen, statt ihn gründlich zu analysieren.
Wie es sich zeigt
- Du entscheidest im Moment, ohne vorher lange zu überlegen.
- Du fühlst dich wohl damit, Raum für Improvisation bei wichtigen Entscheidungen zu lassen.
- Du wechselst die Option leicht, wenn sich unterwegs etwas Besseres ergibt.
- Du entscheidest lieber jetzt und passt später an, statt vorher alles zu planen.
Deine Herausforderung
Die Schnelligkeit hat ihren Preis bei folgenreichen und schwer rückgängig zu machenden Entscheidungen, wo innezuhalten und Konsequenzen abzuwägen mehr zählt als im Alltag.
Was helfen kann
Spontaneität für umkehrbare, risikoarme Entscheidungen aufzuheben und den schwer rückgängig zu machenden mehr Zeit zu widmen, ist ein Kriterium, das Scott und Bruce (1995) für nützlich halten.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die fünf Entscheidungsstile?
Nach Scott und Bruce (1995): rational, intuitiv, abhängig, vermeidend und spontan.
Gibt es einen Stil, der besser ist als die anderen?
Nicht universell: Jeder Stil funktioniert je nach Entscheidungsart und verfügbarer Zeit besser. Der rationale ist gut mit Zeit, der spontane bei Dringlichkeit.
Kann ich mehrere Stile kombinieren?
Ja, das ist üblich: Viele Menschen entscheiden im Beruf rational und im Privatleben eher intuitiv, zum Beispiel.
Welche Beziehung besteht zum Prokrastinationstest dieser Kategorie?
Es sind verwandte, aber unterschiedliche Konstrukte: Der vermeidende Entscheidungsstil bezieht sich auf den Moment der Wahl, während die unentschlossene Prokrastination sich auf den Moment des Anfangens bezieht.
Ersetzt dieser Test eine psychologische Untersuchung?
Nein. Es ist eine orientierende, populärwissenschaftliche Annäherung, inspiriert vom akademischen Modell von Scott und Bruce, keine klinisch validierte Skala.
Wie lange dauert der Test? Wie viele Fragen hat er?
Er hat 20 Fragen und dauert etwa 4-6 Minuten.
Ist der Test kostenlos?
Ja, er ist komplett kostenlos: du musst dich weder registrieren noch bezahlen, um den Test zu machen und dein Ergebnis zu sehen.