Die Psychologin Elaine Aron beschreibt Hochsensibilität (oder „HSP“, hochsensible Person) als ein angeborenes Temperamentsmerkmal, keine Störung: Informationen aus der Umgebung tiefer als üblich zu verarbeiten. Ihr wissenschaftlicher Name ist sensorische Verarbeitungssensibilität (SPS), ein Begriff, den Aron selbst prägte, um Verwechslungen mit sensorischen Verarbeitungsstörungen oder dem Autismus-Spektrum zu vermeiden, die etwas anderes sind.
- Niedrig: Die Umgebung überfordert dich nicht so leicht; du verarbeitest ohne besondere Intensität.
- Moderat: Es gibt Situationen, die dich stärker als üblich beeinflussen, ohne ein dominierendes Muster zu sein.
- Hoch: Du verarbeitest Informationen aus der Umgebung mit ausgeprägter Tiefe und Intensität.
15 Aussagen, etwa 3-4 Minuten. Eine Tatsache, die oft überrascht: Hochsensibilität ist nicht dasselbe wie introvertiert, schüchtern oder ängstlich zu sein, auch wenn das oft verwechselt wird.
Alle möglichen Ergebnisse
Niedrige Sensibilität
Die Umgebung überfordert dich nicht so leicht: Du verarbeitest die Reize des Alltags ohne besondere Intensität oder das Bedürfnis, dich zurückzuziehen.
Mehr über Niedrige Sensibilität lesen
„Hochsensibilität ist weder besser noch schlechter als ihr Fehlen: Es ist ein Temperamentsmerkmal mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen an jedem Extrem.“ — inspiriert vom Werk von Elaine Aron
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten zeigen nicht das Muster tiefer Verarbeitung und intensiver Reaktivität, das die sensorische Verarbeitungssensibilität (SPS) beschreibt. Du bewältigst Lärm, Veränderungen und die emotionale Last des Alltags meist, ohne dich besonders zurückziehen zu müssen, um dich zu erholen.
Wie sich das im Alltag zeigt
- Laute, helle oder sehr geschäftige Umgebungen sind für dich nicht besonders anstrengend.
- Du passt dich großen Veränderungen (ein Umzug, ein neuer Job) ohne übertriebene Reaktion an.
- Eine sanfte Kritik betrifft dich selten stärker, als du erwarten würdest.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von der Arbeit der Psychologin Elaine Aron (2012, 2020) zur sensorischen Verarbeitungssensibilität: Es ist keine Diagnose und ersetzt keine professionelle psychologische Untersuchung.
Moderate Sensibilität
Es gibt Situationen (Erschöpfung, Überlastung, große Veränderungen), in denen du alles intensiver als üblich verarbeitest, ohne dass es ein dominierendes Muster ist.
Mehr über Moderate Sensibilität lesen
„In Elaine Arons ursprünglicher Umfrage befindet sich etwa eine von vier Personen in dieser Mittelzone: weder besonders sensibel noch besonders unempfindlich gegenüber der Umgebung.“
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten zeigen einen gewissen Grad tiefer Verarbeitung und emotionaler Reaktivität, vielleicht ausgeprägter in Momenten der Erschöpfung, Überlastung oder Veränderung, ohne das anhaltende Muster zu erreichen, das die sensorische Verarbeitungssensibilität (SPS) in ihrer stärksten Form beschreibt.
Wie sich das im Alltag zeigt
- Du bemerkst überdurchschnittlich häufig bestimmte Nuancen oder Veränderungen in deiner Umgebung, wenn auch nicht ständig.
- Ein Übermaß an Reiz betrifft dich etwas stärker als erwartet, besonders wenn es sich mit Erschöpfung häuft.
- Eine sanfte Kritik oder ein negativer Kommentar kann in bestimmten Momenten länger bei dir bleiben, als dir lieb ist.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von der Arbeit der Psychologin Elaine Aron (2012, 2020) zur sensorischen Verarbeitungssensibilität: Es ist keine Diagnose und ersetzt keine professionelle psychologische Untersuchung.
Hohe Sensibilität (HSP)
Du verarbeitest Informationen aus der Umgebung mit ausgeprägter Tiefe und Intensität: das Merkmal, das Elaine Aron als hochsensible Person (HSP) beschreibt.
Mehr über Hohe Sensibilität (HSP) lesen
Elaine Aron fasst das Merkmal mit dem Akronym DOES zusammen: „D steht für Depth of Processing, die Tiefe der Verarbeitung. Unser grundlegendes Merkmal ist, dass wir beobachten und nachdenken, bevor wir handeln. O steht für Overstimulation, die Leichtigkeit, überreizt zu werden, denn wenn man allem mehr Aufmerksamkeit schenkt, ist es unvermeidlich, früher müde zu werden. E steht für Emotional reactivity, die Betonung unserer emotionalen Reaktionen und eine intensive Empathie. S steht für Sensitivity to subtleties, die Sensibilität für die Feinheiten unserer Umgebung.“
Was diese Punktzahl bedeutet
Deine Antworten entsprechen dem Muster, das Aron bei etwa 15-20 % der Bevölkerung beschreibt: Du verarbeitest Informationen tiefer als üblich, wirst leichter überreizt, reagierst emotional intensiver und nimmst subtile Nuancen wahr, die anderen entgehen.
Was dieses Ergebnis NICHT bedeutet
- Es ist nicht dasselbe wie introvertiert zu sein. Aron fand heraus, dass 30 % der hochsensiblen Personen extrovertiert sind: Sensibilität beschreibt, wie du verarbeitest, nicht wie sehr du soziale Interaktion magst.
- Es ist nicht dasselbe wie schüchtern oder ängstlich zu sein. Schüchternheit ist eine erlernte Angst vor sozialer Bewertung; Sensibilität ist ein angeborenes Temperamentsmerkmal. Eine klassische Studie (Brodt und Zimbardo) zeigte, dass die körperliche Aktivierung der Sensibilität von außen leicht mit Angst verwechselt wird, obwohl sie das nicht ist.
- Es ist keine Störung. Aron prägte den Begriff „sensorische Verarbeitungssensibilität“ (SPS) genau deshalb, um ihn von einer sensorischen Verarbeitungsstörung oder dem Autismus-Spektrum zu unterscheiden, mit denen er nicht verwechselt werden sollte.
Eine interessante Tatsache
Obwohl das Merkmal bei etwa 20 % der Allgemeinbevölkerung auftritt, wird geschätzt, dass es auf fast 50 % unter Menschen in Psychotherapie ansteigt: Hochsensible Menschen neigen dazu, sich ihres Unwohlseins bewusster zu sein und mehr von Therapie zu profitieren, nicht nur mehr zu leiden. Dieselbe Idee (dass Sensibilität sowohl das Schwierige als auch das Gute verstärkt) liegt dem Konzept der Vorteilssensibilität zugrunde, das von Jay Belsky und Michael Pluess vorgeschlagen wurde: Wer das Schlechte intensiver verarbeitet, scheint auch stärker vom Guten zu profitieren.
Eine wichtige Klarstellung
Dieses Ergebnis ist orientierend und populärwissenschaftlich, inspiriert von der Arbeit der Psychologin Elaine Aron (2012, 2020) zur sensorischen Verarbeitungssensibilität: Es ist keine Diagnose und ersetzt keine professionelle psychologische Untersuchung.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet das Akronym DOES von Elaine Aron?
Depth of processing (Tiefe der Verarbeitung), Overstimulation (Leichtigkeit, überreizt zu werden), Emotional reactivity and empathy (emotionale Reaktivität und Empathie) und Sensitivity to subtleties (Sensibilität für Feinheiten). Aron geht davon aus, dass eine hochsensible Person alle vier Merkmale erfüllen muss, nicht nur eines.
Ist Hochsensibilität dasselbe wie introvertiert zu sein?
Nein. Laut Arons eigener Forschung sind 30 % der hochsensiblen Personen extrovertiert. Sensibilität beschreibt die Tiefe, mit der du Informationen verarbeitest, nicht ob du Einsamkeit oder Gesellschaft bevorzugst.
Ist es eine Störung oder Krankheit?
Nein. Es ist eine normale Temperamentsvariation, die bei etwa 15-20 % der Bevölkerung vorkommt (und laut Arons Forschung auch bei mehr als 100 Tierarten). Es erscheint nicht in diagnostischen Handbüchern wie dem DSM.
Kann ich hochsensibel sein, ohne es zu merken?
Ja. Aron erklärt, dass viele hochsensible Menschen aufwachsen und denken, etwas stimme nicht mit ihnen, statt ein Temperamentsmerkmal zu erkennen, besonders wenn ihr Kindheitsumfeld diese Art zu sein nicht bestätigt hat.
Wie lange dauert der Test?
Zwischen 3 und 4 Minuten: 15 Aussagen mit je fünf Antwortmöglichkeiten.
Ist der Test kostenlos?
Ja, er ist komplett kostenlos: du musst dich weder registrieren noch bezahlen, um den Test zu machen und dein Ergebnis zu sehen.