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Lernstil-Tests

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Lerne ich tiefgehend oder oberflächlich?

Kurzer Test mit 15 Fragen dazu, ob deine Art zu lernen verstehen oder nur auswendig lernen will: oberflächlicher, gemischter oder tiefgehender Ansatz.

15 Fragen · ~2 min

Wie lerne ich nach dem Kolb-Zyklus?

Test mit 15 Fragen zum Modell des erfahrungsbasierten Lernens von David Kolb: divergent, assimilierend, konvergent oder akkommodierend.

15 Fragen · ~2 min

Lernstil-Test

Lernstil-Test: 16 Fragen, um herauszufinden, ob du besser visuell, auditiv, lesend-schreibend oder kinästhetisch lernst.

16 Fragen · ~2 min

Das Modell der Lernstile geht von einer intuitiven und im Bildungsbereich weit verbreiteten Beobachtung aus: Nicht alle Menschen verarbeiten und behalten Informationen auf dieselbe Weise. Manche erinnern sich besser an das, was sie sehen, andere an das, was sie hören, wieder andere an das, was sie lesen und schreiben, und andere an das, was sie mit den Händen üben. Die meistzitierte Formulierung ist das VARK-Modell, das 1987 vom neuseeländischen Pädagogen Neil Fleming vorgeschlagen wurde.

Das Modell beschreibt vier Stile:

  • Visuell: Lernen durch Bilder, Schaubilder und Diagramme.
  • Auditiv: Lernen durch Zuhören von Erklärungen und Gesprächen.
  • Lesend-schreibend: Lernen durch Lesen und Mitschreiben.
  • Kinästhetisch: Lernen durch praktisches Tun und Üben.

Die meisten Menschen kombinieren mehrere Stile, mit ein oder zwei vorherrschenden, je nach Kontext.

Verbessert es das Lernen, den Unterricht an den bevorzugten Stil anzupassen?

Es sei angemerkt, dass die wissenschaftliche Evidenz dazu, ob eine Anpassung des Unterrichts an den „bevorzugten Stil“ jeder Person das Lernen tatsächlich verbessert, begrenzt und umstritten ist: Eine viel zitierte Übersichtsarbeit von Pashler und Kollegen (2008) fand keine solide empirische Unterstützung für diese als „Meshing-Hypothese“ bekannte Idee. Der Hauptwert dieses Modells liegt in der Selbsterkenntnis: zu verstehen, wie du bevorzugt lernst oder Informationen behältst, kann dir helfen, bessere Lernstrategien zu wählen, unabhängig davon, ob die Anpassung des Unterrichts an diesen Stil das Ergebnis verbessert oder nicht.

Der sensorische Kanal, den dieser Test misst, ist nicht der einzig mögliche Blickwinkel: Es gibt auch Modelle, die sich auf den Prozess des Lernens konzentrieren, nicht auf den Eingangskanal der Information. Das meistzitierte ist das des erfahrungsbasierten Lernens des US-amerikanischen Psychologen David Kolb (1984), das Lernen als einen Kreislauf aus vier Phasen versteht: eine konkrete Erfahrung machen, darüber nachdenken, daraus eine allgemeine Idee ableiten und diese Idee aktiv erproben. Aus diesem Kreislauf ergeben sich vier Stile (konvergent, divergent, assimilierend und akkommodierend), je nachdem, welche Phase bei jeder Person überwiegt.

In den achtziger Jahren passten die britischen Ausbilder Peter Honey und Alan Mumford denselben Kreislauf an eine praktischere Sprache für den beruflichen Bereich an, mit vier entsprechenden Stilen: aktiv, reflektierend, theoretisch und pragmatisch. Dieser Prozessansatz und der sensorische Ansatz von VARK stehen nicht im Wettbewerb zueinander, da sie unterschiedliche Fragen beantworten: Eine aktuelle akademische Übersicht (Roque Herrera und Kollegen, 2023) kommt zu dem Schluss, dass die Integration beider eine vollständigere Diagnose bietet als die Wahl nur eines Ansatzes.

Eine Studie aus dem Jahr 2024 mit 25 ecuadorianischen Lehrkräften (Arellano und Kollegen) geht noch weiter und stellt die praktische Nützlichkeit des VAK-Modells direkt in Frage; sie schlägt vor, statt fester Kategorien von flexiblen „Informationskanälen“ zu sprechen: Die Person würde je nach Aufgabe unterschiedliche Kanäle nutzen, nicht nur einen einzigen, stabilen. Unser Test ist eine populärwissenschaftliche, informative Version: Er ersetzt nicht die Beratung durch eine Fachperson für Bildung.

Tiefer gehende Modelle: Umfeld, Gehirn und Persönlichkeit

Es gibt noch eine dritte Ebene von Modellen, tiefergehend als der sensorische Kanal oder die Phase des Prozesses: jene, die analysieren, welche Elemente, vom Umfeld bis zur Persönlichkeit, bestimmen, wie jede Person lernt. Die US-amerikanische Psychologin Rita Dunn schlug 1983 das „Onion-Modell“ (Zwiebelmodell) vor, das diese Elemente in Schichten organisiert: eine äußere, veränderlichere Schicht (Präferenzen für Umfeld und Unterricht), eine mittlere (wie Information verarbeitet wird) und eine zentrale, stabilere Schicht (Persönlichkeitsmerkmale). In dieser mittleren Schicht liegt das Modell von Ned Herrmann, das die beiden von Roger Sperry beschriebenen Gehirnhälften mit dem „dreieinigen Gehirn“ (limbisch und kortikal) von Paul MacLean kreuzt, um vier Denk- und Lernstile zu unterscheiden: logisch-analytisch, organisiert-sequenziell, zwischenmenschlich-emotional und ganzheitlich-intuitiv. Und in der tiefsten, mit der Persönlichkeit verbundenen Schicht liegt das Modell von Felder und Silverman (1988), viel genutzt im universitären Unterricht für Natur- und Ingenieurwissenschaften, das fünf unabhängige Dimensionen (sensorisch/intuitiv, visuell/verbal, aktiv/reflektierend, sequenziell/global und induktiv/deduktiv) statt eines einzigen festen Profils beschreibt.

Wie es im deutschsprachigen Raum gemessen wird

Im deutschsprachigen Raum wird das Modell von Honey und Mumford häufig über adaptierte Fassungen des ursprünglichen Lernstil-Fragebogens (LSQ) angewendet, ähnlich der spanischen CHAEA-Adaption der Pädagogin Catalina Alonso von 1992. Eine Studie mit 161 Ingenieurstudierenden (Alducin-Ochoa und Vázquez-Martínez, 2017) fand einen Zusammenhang zwischen dem vorherrschenden Stil laut diesem Fragebogen und Variablen wie der akademischen Leistung, wobei die Autorinnen selbst betonen, dass das Ziel nicht ist, die Lernenden zu etikettieren, sondern ihnen nützliche Daten darüber zu geben, wie sie lernen.

Quellen

  • Fleming, N. D. und Mills, C. (1992). Not another inventory, rather a catalyst for reflection. To Improve the Academy.
  • Pashler, H., McDaniel, M., Rohrer, D. und Bjork, R. (2008). Learning styles: concepts and evidence. Psychological Science in the Public Interest.
  • Kolb, D. A. (1984). Experiential Learning: Experience as the Source of Learning and Development. Prentice-Hall.
  • Honey, P. und Mumford, A. (1986). The Manual of Learning Styles.
  • Roque Herrera, Y., Tenelanda Lopez, D. V., Basantes Moscoso, D. R. und Erazo Parra, J. L. (2023). Teorías y modelos sobre los estilos de aprendizaje desde una visión holística. EDUMECENTRO.
  • Arellano Gualle, P. C. et al. (2024). Estilos de aprendizaje Visual, Auditivo y Kinestésico: ¿mito o realidad? Reincisol, 3(6).
  • Alducin-Ochoa, J. M. und Vázquez-Martínez, A. I. (2017). Estilos de aprendizaje CHAEA en estudiantes universitarios de ingeniería. Revista de Estilos de Aprendizaje.

Häufig gestellte Fragen

Was sind Lernstile?

Die bevorzugten Arten, wie eine Person Informationen verarbeitet und besser behält: visuell, auditiv, lesend-schreibend und kinästhetisch.

Kann ich mehr als einen Lernstil haben?

Ja. Die meisten Menschen kombinieren mehrere; der Test zeigt die Verteilung zwischen den vieren, kein einziges festes Etikett.

Ist wissenschaftlich belegt, dass die Anpassung des Unterrichts an den Stil das Lernen verbessert?

Die Evidenz dazu ist begrenzt und umstritten. Der Hauptwert, deinen Stil zu kennen, liegt in der Selbsterkenntnis, um persönliche Lernstrategien zu wählen.

Ist der Lernstil fest?

Nicht zwangsläufig: Er kann je nach Thema oder Kontext variieren, und Lernstrategien lassen sich unabhängig vom vorherrschenden Stil trainieren.

Ist dieser Test nur für Studierende geeignet?

Nein. Er gilt für jede Lernsituation, einschließlich beruflicher Weiterbildung oder dem eigenständigen Erlernen einer neuen Fähigkeit.

Gibt es außer dem sensorischen Modell (VARK) noch andere Lernstil-Modelle?

Ja. Das Modell des erfahrungsbasierten Lernens von David Kolb und seine spätere Anpassung durch Peter Honey und Alan Mumford konzentrieren sich auf die Phase des Lernprozesses (Erfahrung, Reflexion, Theorie, Anwendung), in der sich jede Person am wohlsten fühlt, statt auf den sensorischen Kanal. Es sind ergänzende, keine widersprüchlichen Ansätze.

Welche Verbindung besteht zwischen Lernstilen und dem Gehirn?

Lernen hinterlässt reale biologische Spuren (neue neuronale Verbindungen und im Hippocampus sogar neue Neuronen), aber das bestätigt nicht, dass es feste „Typen“ von Lernenden gibt. Das Modell von Ned Herrmann zum Beispiel nutzt die Spezialisierung der beiden Gehirnhälften, um Denkstile zu beschreiben, nicht um jemanden dauerhaft zu etikettieren.

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