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Liebessprachen-Tests

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Liebessprachen-Test

Liebessprachen-Test: 15 Fragen dazu, wie du am liebsten Zuneigung gibst und empfängst.

15 Fragen · ~2 min

Erkenne ich die Bids meines Partners?

Kurzer Test mit 15 Fragen zu „Bids“: den kleinen, alltäglichen Verbindungsversuchen, die laut John Gottman eine Beziehung mehr tragen als die großen Gesten.

15 Fragen · ~2 min

Das Modell der fünf Sprachen der Liebe, bekannt gemacht durch den Ehe­berater Gary Chapman, geht von einer einfachen Idee aus: Nicht jeder drückt oder empfängt Zuneigung auf dieselbe Weise. Zwei Menschen können sich gleich stark lieben und trotzdem das Gefühl haben, die Zuneigung „kommt nicht an“, einfach weil sie eine andere Sprache sprechen als die, die der andere am besten versteht.

Das Modell beschreibt fünf Wege, Zuneigung zu geben und zu empfangen:

  • Lob und Anerkennung: Wertschätzung laut aussprechen.
  • Zweisamkeit: volle, ungeteilte Aufmerksamkeit.
  • Geschenke: durchdachte Gesten als Zeichen der Zuneigung.
  • Hilfeleistungen: mit konkreten Taten helfen.
  • Körperliche Berührung: Nähe und körperliche Zuneigung.

Die meisten Menschen kombinieren mehrere davon, wobei ein oder zwei überwiegen.

Ein Modell mit weniger empirischer Grundlage als Big Five

Dieses Modell hat nicht dieselbe empirische Grundlage wie Big Five. Eine 2024 in Current Directions in Psychological Science veröffentlichte Übersichtsarbeit von Gideon Park und Kolleginnen und Kollegen der University of Toronto untersuchte dreißig Annahmen aus Chapmans Originalbuch und fand keine Belege dafür, dass Paare mit derselben vorherrschenden Liebessprache besser zueinander passen, noch dafür, dass sich Menschen zuverlässig einer einzigen, festen Kategorie zuordnen lassen. Ihre alternative Lesart: Jede Art, Zuneigung auszudrücken, ist mit größerer Beziehungszufriedenheit verbunden, unabhängig davon, welche eine Person bevorzugt. Es ist deshalb sinnvoller, die fünf Sprachen als abwechslungsreiche Ernährung zu verstehen statt als feste Kategorie, zumal sich sowohl Menschen als auch Beziehungen mit der Zeit verändern. Das macht das Modell nicht nutzlos als Werkzeug zur Selbsterkenntnis und Kommunikation in Partnerschaft, Familie und Freundschaft, es bedeutet nur, dass man es nicht als abgeschlossene Wissenschaft behandeln sollte. Unser Test ist eine populärwissenschaftliche, informative Version: Er ersetzt nicht die Beratung durch eine qualifizierte Fachperson.

Eine Idee mit viel älteren Wurzeln als Chapman

Die Idee, dass sich Liebe auf unterschiedliche Weise ausdrücken lässt, ist nicht neu. Das antike Griechisch unterschied bereits mehrere Wörter für das, was wir mit einem einzigen Begriff bezeichnen: Eros für leidenschaftliches Verlangen, Philia für Zuneigung unter Gleichen, Storge für familiäre Zuneigung und Agape für bedingungslose Hingabe. Chapman hat diese Idee nicht erfunden, sondern sie in ein praktisches, alltagstaugliches Werkzeug verwandelt. Der spanische Psychiater Enrique Rojas macht in seinem Essay über die Liebe in der Partnerschaft einen Punkt, der direkt an dieses Modell anknüpft: Viele Beziehungen scheitern nicht an mangelnder Zuneigung, sondern daran, sie nicht so zu kommunizieren, dass der andere sie als solche erkennt und empfängt. Der amerikanische Psychologe John Gottman kommt nach Jahrzehnten der Beobachtung von Paaren in seinem „Love Lab“ an der University of Washington zu einer Schlussfolgerung, die Chapmans Modell aus einer anderen Richtung ergänzt: Was eine Beziehung langfristig trägt, sind nicht die großen Gesten, sondern die anhaltende Aufmerksamkeit für die kleinen, alltäglichen Verbindungsversuche und die Art, wie Meinungsverschiedenheiten kommuniziert werden.

Quellen

  • Chapman, G. (1992). The Five Love Languages: How to Express Heartfelt Commitment to Your Mate. Northfield Publishing.
  • Rojas, E. (2011). El amor: la gran oportunidad [Die Liebe: die große Chance]. Planeta.
  • Park, G. et al. (2024). Eine Übersichtsarbeit zu den Liebessprachen. Current Directions in Psychological Science.
  • Gottman, J. (1999). The Seven Principles for Making Marriage Work. Crown Publishers.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die Liebessprachen?

Die fünf wichtigsten Arten, wie Menschen Zuneigung ausdrücken und wahrnehmen: Lob und Anerkennung, Zweisamkeit, Geschenke, Hilfeleistungen und körperliche Berührung.

Kann ich mehr als eine Liebessprache haben?

Ja. Die meisten Menschen kombinieren mehrere; der Test zeigt, welche am stärksten prägt, wie du Zuneigung ausdrückst und empfängst, nicht eine einzige, ausschließliche Kategorie.

Ist die Liebessprache beim Geben dieselbe wie beim Empfangen?

Nicht immer. Es ist üblich, Zuneigung auf eine Weise zu geben und sie auf eine andere empfangen zu wollen; beides zu erkennen hilft, Missverständnisse in einer Beziehung besser zu verstehen.

Gilt das nur für Paarbeziehungen?

Nein. Das Modell lässt sich auch auf Familie, Freundschaft und das Arbeitsumfeld anwenden: In jeder Beziehung, in der Wertschätzung ausgedrückt wird, hilft es, die bevorzugte Sprache der anderen Person zu kennen.

Gibt es wissenschaftliche Belege für dieses Modell?

Es hat weniger empirische Grundlage als Modelle wie Big Five. Eine Übersichtsarbeit von 2024 in Current Directions in Psychological Science (Park et al., University of Toronto) fand keine Belege dafür, dass dieselbe vorherrschende Liebessprache die Passung verbessert. Trotzdem bleibt es ein weit verbreitetes Werkzeug zur Selbsterkenntnis und Kommunikation. Unser Test ist populärwissenschaftlich, keine validierte klinische Skala.

Welche Liebessprache ist am häufigsten?

Es gibt keine einzelne verlässliche Zahl: Verschiedene populärwissenschaftliche Umfragen im Lauf der Jahre, auch Chapmans eigene, liefern je nach Land oder Stichprobe unterschiedliche Ergebnisse. Keine repräsentative Bevölkerungsstudie hat diese Frage abschließend geklärt, daher sollte jede kursierende Zahl zur „häufigsten“ Sprache als populärwissenschaftliche Schätzung verstanden werden, nicht als wissenschaftlicher Befund.

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