Vernetzer im Team: Du verbindest Menschen und Ideen
Du verbindest Menschen, Ideen und Teams miteinander: Dein Beitrag liegt oft eher darin, dass Information und Menschen sich verstehen, als selbst direkt auszuführen.
Wenn zwei Personen oder zwei Untergruppen im Team nicht gut miteinander kommunizieren, bist meist du diejenige oder derjenige, der die Brücke zwischen beiden schlägt.
Eine Brücke zwischen Menschen, keine formelle Rolle
Es ist eine Variante der sozioemotionalen Rolle, die Robert Bales in seiner klassischen Forschung über Kleingruppen (1950) beschrieb, speziell auf Koordination und Informationsfluss zwischen Personen oder Untergruppen ausgerichtet, mehr als auf den emotionalen Zusammenhalt selbst, der andere Rollen derselben Familie kennzeichnet.
Wie sich dieses Profil zeigt
- Du bist oft diejenige oder derjenige, der verschiedene Personen oder Teams miteinander verbindet, auch wenn es dir nicht formell zufällt.
- Du sorgst dafür, dass Informationen dort ankommen, wo sie gebraucht werden, auch wenn es nicht deine direkte Aufgabe ist.
- Du hilfst dabei, dass unterschiedliche Sichtweisen im Team einander verstehen, und übersetzt bei Bedarf.
- Du fungierst als Brücke, wenn zwei Personen oder Untergruppen nicht gut miteinander kommunizieren.
Der Preis einer Funktion, die kaum sichtbar ist
Dieses Profil kann eine unsichtbare Koordinationslast auf sich nehmen, die sonst niemand ganz sieht oder würdigt, gerade weil sie sich nicht in einem eigenen greifbaren Ergebnis niederschlägt. Diese Arbeit sichtbar zu machen, etwa indem man sie in Teambesprechungen benennt, ist eine Möglichkeit, die in manchen Fällen hilft, sie als den echten Beitrag anzuerkennen, der sie ist – auch wenn der Kontext jedes Teams anders ist.
Warum geteilte Information das Team trägt, nach Stanley McChrystal
General Stanley McChrystal erzählt in Team of Teams, wie er eine starre Kommandostruktur in ein Netzwerk kleiner, eigenständig entscheidungsfähiger Teams umwandeln musste, und beschreibt den gemeinsamen Zugang zu denselben Informationen als eine der Bedingungen, die diese Autonomie ohne Koordinationsverlust ermöglichten: Wenn jede Untergruppe versteht, was die anderen tun, entscheidet sie besser auf eigene Faust, ohne auf Anweisungen von oben warten zu müssen. Diese Idee passt direkt zu dieser Rolle: Die unsichtbare Koordinationslast, die sie meist trägt, ist tatsächlich genau die Bedingung, die McChrystal als unverzichtbar dafür nennt, dass ein Netzwerk aus Teams funktioniert. Es ist keine Nebenaufgabe gegenüber der „echten“ Arbeit jeder Untergruppe, sondern das, was es dem Ganzen erlaubt, koordiniert statt fragmentiert voranzukommen, auch wenn sich ihr Wert selten in einem sichtbaren Ergebnis niederschlägt.
Wenn dein Hauptbeitrag zum Team eher darin liegt, das emotionale Klima zu pflegen, als Informationen zu koordinieren, schau dir die Rolle Teamstabilisator an. Dein vollständiges Ergebnis findest du wieder im Test „Meine Rolle im Team“.
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Häufig gestellte Fragen
Wie unterscheidet sich das vom Teamstabilisator?
Beide sind Varianten der sozioemotionalen Rolle nach Bales (1950), aber während sich der Teamstabilisator auf Klima und Emotionen der Gruppe konzentriert, konzentriert sich der Vernetzer auf Koordination und Informationsfluss zwischen Personen oder Untergruppen.
Fällt diese Rolle immer so auf wie die anderen?
Nicht immer: Ein großer Teil ihres Beitrags ist eine unsichtbare Koordinationslast, die das Team nicht immer würdigt, gerade weil ihr Ergebnis kein greifbares Produkt ist.
Ist sie in großen Teams nützlicher?
Ja. Sie bringt besonderen Wert in großen oder verteilten Teams, wo Informationen leichter zwischen Untergruppen verloren gehen, die nicht direkt miteinander kommunizieren.
Ist das dasselbe wie eine formelle Koordinationsrolle?
Nicht unbedingt. Man kann diese Vernetzungsfunktion informell ausüben, ohne irgendeine formelle Koordinationsposition innezuhaben.